Zippy blickt durch

Verlag: Volksverlag
Erschienen: 1983
 
Format: Paperback
Einfarbig
 
Genre: Underground
 
Inhalt: Sein Schädel ist deformiert, er ist das, was man drüben einen »Pinhead« nennt. Was ein Pinhead ist, erklärt Zippy-Vater Bill Griffith so:
»Pinhead ist die volkstümliche Bezeichnung für einen Menschen, der durch eine Gehirndeformation gehandicapt ist, die wissenschaftliche Bezeichnung ist übrigens Mikrozephalie. Früher hatte in den Vereinigten Staaten jeder Zirkus seine Sideshow, in der alle möglichen Monster ausgestellt wurden, die Frau ohne Unterleib, der Schlangenmensch, Liliputaner usw. Gewöhnlich gehörten zu so einer Sideshow auch immer ein oder zwei Pinheads, meist Schwarze, die als nichtmenschliche Wesen aus Borneo vorgestellt wurden. In Tod Brownings Film »Freaks« gab es drei Pinheads, und einer davon hieß Schlitzie, d. h. es war eine Frau, die einzige von den dreien, die sprechen konnte. Ich habe den Film das erste Mal 1963 oder 1964 gesehen, und die Art und Weise, wie Schlitzie gesprochen hat, faszinierte mich ungeheuerlich: aber völlig spontan - alles sehr merkwürdig, aber nicht so, wie ein geistig zurückgebliebenes Kind spricht, sondern mit einem gewaltigen Vokabular. Als ich sechs Jahre alt war habe ich das erste Mal in meinem Leben einen Pinhead getroffen, und als ich ihm die Hand geben wollte, fragte er: 'Bist Du immer noch Alkoholiker?' Normalerweise besitzt ein Pinhead den Intelligenzquotienten eines dreijährigen Kindes und springt von einem Thema zum anderen, d. h. seine Logik bewegt sich gleichzeitig auf mehreren Ebenen.
Zippy ist bei den Lesern so populär, weil die Leser selbst Zippy immer ähnlicher werden! Das Leben heute besteht doch zum großen Teil darin, seine Zeit ständig zu unterteilen und sich auf verschiedenen Ebenen zu bewegen, genau das, was Zippy macht. Zippy ist wie ein Werbespot im Fernsehen: 30 Sekunden, fertig, der nächste wieder nur Sekunden - ohne längerfristigen Zusammenhang. Es kommt noch etwas dazu, nämlich Zippys Flexibilität, seine Fähigkeit, immer wieder neu reagieren zu können - was heutzutage ja auch von den Menschen verlangt wird -, und dadurch wird Zippy zum Superhelden ohne Muskeln, d. h. zum geistigen Superhelden, der in seinem Gehirn z. B. die Zeit überwinden kann, einfach deshalb, weil er von der Realität nicht gehalten wird. Zippy nimmt keine Drogen und ist auch nicht, wie manche Leute mir einreden wollen, ein Zen-Meister. Er ist ganz einfach mein Vehikel, mit dem ich mich ausdrücke - mit ihm kann ich alles sagen, kann ihn überall einsetzen, Gesetze der Logik brauchen mich nicht zu stören. Mit Zippy ist das bei den Lesern nicht einfach: Anfänglich sagen sie immer, daß sie kein Wort verstehen, daß die Strips sinnlos wären, aber dann, wenn sie sich einmal in Ruhe eingelesen haben, wenn sie das Wesen von Zippy verstanden haben, dann werden sie auf einmal zu Fans.«

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Siehe auch: Zippy for President (Volksverlag)
 
Softcover
 
Seiten: 104
 
Erscheinungsdatum: 1983
ISBN-10: 3-88631-151-1
 
Herkunftsland: USA
 
Zeichner: Bill Griffith
Texter: Bill Griffith
 
 


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