Comic: Zensiert
| Verlag: | Edition Kunst der Comics |
| Erschienen: | 1996 |
| Format: | Paperback |
| Einfarbig | |
| Genre: | Sekundärliteratur |
| Inhalt: |
Nicht immer sind es schwarze Balken, die ausgerechnet das verdecken, was man(n) sehen will. Ebenso häufig wird in Comics von fremder Hand rumgefummelt, was das Zeug hält: Aus einer vollbusigen Comic-Heroine wird eine flachbrüstige, künstlich bieder-brav gebügelte Figur. Der Gegner des Helden fällt zu Boden, ohne daß der Leser erfährt warum. Revolver oder Schwert werden einfach wegretuschiert. Zensur im Comic wird so fast immer unfreiwillig komisch. »Comic: Zensiert« dokumentiert solche Beispiele ebenso wie die allerdings weniger heiter stimmenden Zensur-Auswüchse, die aktuell wieder um sich greifen. Spätestens seit »Barbarella« von Forest - in Deutschland also seit 1966 - sollte sich herumgesprochen haben, daß es neben Kinder-Comics auch solche für ein erwachsenes Publikum gibt. Dennoch wird auch heute noch ein vermeintlicher Jugendschutz ins Feld geführt, um unliebsame Comics, wie die »Morbus-Gravis«-Serie von Sergieri, »Die Überlebende« von Paul Gillon oder die Comics von Ralf König zu diskreditieren und nach Möglichkeit zu verbieten. |



