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Die westlichen Demokratien, insbesondere Deutschland, haben intensiv damit begonnen, sich mit ihrer kolonialen Geschichte auseinanderzusetzen. Dabei tun sich schmerzhafte Abgründe aus Raub, Verschleppung, Versklavung und Völkermord auf, die viel zu lange durch die Fiktion von Abenteuertum und vermeintlicher Zivilisationsentfaltung kaschiert wurden. Die Realität sah anders aus: menschenverachtend und grausam. Und was sagt der Comic dazu? Man kann schwer erwarten, dass die Kulturprodukte rassistischer Gesellschaften nicht auch ein ebensolches Bild abgeben würden. Ein Negativbeispiel ist zum Beispiel Hergés »Tim im Kongo« von 1930, in dem der blonde belgische Reporter an der Seite katholischer Missionare den »dummen« Afrikanern Bildung und Tugendhaftigkeit bringt. Aber: Nur neun Jahre später machte es Jijé besser und bescherte dem europäischen Comic – mitten in der Besatzung Belgiens durch die Nazis – einen schwarzen Jungen als Titelhelden (»Blondin et Cirage«). |