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»Verschmierte Fresse, verfaulte Zähne, verfettete Wampe, beschissener Slip« - so lautet die Selbstcharakterisierung des Schweinepriesters. Mit nichts bekleidet als einer viel zu weiten, »gelben« Unterhose schweinigelt er sich durchs Leben.
Mit seiner verlotterten Erscheinung und anzüglichen Sprüchen der härteren Gangart schafft er, worum sich viele Männer vergeblich bemühen: Den frechen Schweinepriester vergisst so schnell keine Frau! Glückliche Menschen gehen ihm auf die Eier und ob sich in seinem Slip eine Viper oder eine Natter befindet bleibt hoffentlich ein ungeklärtes Geheimnis. Schlagfertig und mit losem Mundwerk spricht er aus, was viele denken aber nicht zu sagen wagen und er tut das, was alle tun aber nie zugeben würden. Schließlich pinkelt fast jeder ins Schwimmbecken - allerdings nicht vom Dreimeterbrett!
Der französische Szenarist und Zeichner Jean-Marc Reiser verstarb 1983 im Alter von 42 Jahren. Der Meister der schweinischen Gesellschaftssatire wurde gleichermaßen geliebt und gehasst. Teilweise indiziert und verboten kam noch 16 Jahre nach seinem Tod unveröffentlichtes Material zum Vorschein. Bei Achterbahn sind insgesamt 16 Bände erschienen, in denen Reiser alle Erbärmlichkeiten des menschlichen Daseins ans Tageslicht zerrt. Ohne Rücksicht auf bürgerliches Schamgefühl bringt er mit unglaublich schwarzem Humor Tabus wie Inzest, Sodomie und Analverkehr zu Papier. Mit seinen scheinbar nachlässig aufs Papier geworfenen Zeichnungen trifft er so oft den Nagel auf den Kopf, dass der Leser herzhaft lacht und gleichzeitig vor Scham errötet. |