Goethe
| Untertitel: | Die Comic-Biographie |
| Verlag: | Ehapa Comic Collection (Egmont Ehapa Verlag) |
| Erschienen: | April - Oktober 1999 |
| Format: | Album |
| Vierfarbig | |
| Genre: | Zeitgeschichte |
| Inhalt: |
Das Wiegenfest des deutschen Dichterfürsten am 28. August 1999 schlug schon Monate vor seinem Datum hohe Wellen im internationalen Literaturbetrieb. Unter den kaum mehr zu überschauenden Publikationen zu diesem Mega-Event des Jahres 1999 hat es gewiß viel Bemerkenswertes, hingegen hat sich weltweit bislang noch kein Verleger an eine Präsentation von Leben und Werk Johann Wolfgang Goethes im Medium der illustrierten graphischen Erzählung herangewagt. Nach Ablauf dieses Milleniums wird nichts mehr sein wie früher, denn die Ehapa Comic Collection legte in zwei Hardcoverbänden die erste Comic-Biographie des berühmten Frankfurter Bürgers und Weimarer Ministers vor. Dieses gemeinsam mit dem deutschen Goethe Institut und seinen 165 international tätigen Instituten realisierte Projekt verfolgt das ambitionierte Ziel, einem interessierten, möglicherweise aber noch wenig informierten Publikum ab etwa 15 Jahren den bedeutendsten deutschen Poeten, Lyriker und Dramatiker in moderner und unterhaltsamer, gleichzeitig auch authentischer Form nahezubringen. Die insgesamt über 80 Seiten umfassende biographische Comic-Erzählung wird auf etwa 20 zusätzlichen, reich illustrierten Dokumentationsseiten durch eine Zeittafel und in mehreren Sprachen publizierte, repräsentative Werkproben angereichert. Der erste Band endet mit Goethes berühmter italienischer Reise. Die sich nach der Geburt seines Sohnes August anschließenden, vor allem in Weimar zugebrachten Jahre bis zum Tode des Autors im Jahre 1832 gelten zurecht als die reife, die »klassische« Schaffensperiode Goethes. Professor Hilmar Hoffmann, Präsident des Goethe-Instituts, ist der Verfasser des Vorworts zu beiden Bänden. Als Autor der Comic-Biographie konnte von Seiten des Goethe-Instituts und von Egmont Ehapa der bekannte Publizist Friedemann Bedürftig gewonnen werden. Der 1940 in Breslau geborene Germanist und Historiker war lange als Lexikonredakteur und Verlagslektor tätig, bevor er sich ab 1981 als freier Autor und Journalist einen Namen machte. Zu seinen bemerkenswertesten Veröffentlichungen zählen die Bildbiographie Willy Brandt, Taschenlexika zu den Themen Dreißigjähriger Krieg, Bismarck, Drittes Reich, Deutschland nach 1945, die bei Carlsen 1990 erschienene Comic-Biographie Adolf Hitler (gemeinsam mit Dieter Kalenbach) sowie eine Fülle kultur- und zeitgeschichtlicher Features, vor allen Dingen für die Süddeutsche Zeitung und das Hamburger Wochenblatt »Die Zeit«. Für die graphische Konzeption und Realisierung der Goethe-Biographie als Comic-Erzählung zeichnen zwei der talentiertesten jungen deutschen Künstler verantwortlich: Den ersten Band setzt der im friesischen Groningen lebende Illustrator Christoph Kirsch in Szene. Der 1971 in Ludwigshafen am Rhein geborene Zeichner profilierte sich nach seiner multimedialen Abschlußarbeit an der Kunstakademie Groningen über Die Märchen der Gebrüder Grimm vor allem als Gestalter pädagogischer Lehrwerke für das Goethe Institut sowie als Kinderbuchillustrator, zuletzt mit der 1998 bei Langenscheidt vorgelegten Anthologie von Kindergedichten Ein Wiesel saß auf einem Kiesel nach Christian Morgenstern. Für den stark von Hergé und der klassisch belgischen Schule der Ligne Claire inspirierten Künstler stellt Goethe das erste große Comic-Projekt dar. Der abschließende zweite Band wurde von dem 1972 geborenen Münchner Zeichner Thomas von Kummant realisiert. Er ist in Fachkreisen vor allem als künstlerischer Gestalter des Ausstellungskataloges vom Münchner Comic-Fest sowie als Gewinner des Münchner Comic-Preises 1996 bekannt und gilt als einer der ambitioniertesten Newcomer der Szene. Bereits im Vorfeld der Veröffentlichung hat das skizzierte Projekt Wellen geschlagen: Über die enge Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und mit diesem kooperierenden kulturellen Organisationen hinaus haben weitere Träger Interesse an einer Verbreitung des neuartigen Konzepts bekundet: so mehrere Landeszentralen für politische Bildung und die Stiftung Lesen, die ihren Verteiler mit über 20.000 im pädagogischen Bereich Tätigen einbringen wird. Lizenzanfragen zur Publikation in anderen Sprachen liegen aus vier weiteren Ländern vor, und nicht zuletzt bewerben sich mehrere prominente Tageszeitungen um die Veröffentlichungsrechte für das Projekt. |
| Pressestimmen: | »Anschaulich machen, vor Augen führen, ins Bild setzen - der optische Wissenserwerb hat Vorrang vor allen anderen Formen des Lernens. Niemand hat das nachdrücklicher vertreten als Goethe selbst.« (Süddeutsche Zeitung) »Eine Sicht auf das Leben des größten Sohnes der Stadt Frankfurt, wie sie noch nirgends zu sehen war...« (Frankfurter Rundschau) »Mit dem Comic werden junge Menschen was anfangen können, das zweibändige Werk will auf Goethe erstmal Appetit machen.« (Welt am Sonntag) »Tolle Idee: Lob des Tages an diese Comic-Erzählung für Jugendliche!« (Bild) |
| Siehe auch: | Goethe (Ehapa) |



