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Caatinga - so heißt die die unwegsame Halbwüste des Sertao im Nordosten Brasiliens. Und so betitelt Hermann seine Geschichte aus der Welt der Cangaceiros, jener Banditen die dort vom Ende des letzten Jahrhunderts bis in die Vierziger Jahre hinein ihr Unwesen trieben.
«Caatinga« spielt im Jahr 1930. Diamantino da Rocha und sein Bruder Manoel haben als einzige die Vernichtung ihrer Familie durch den mächtigen Grossgrundbesitzer Colonel Aristarco y Souza überlebt. Bis nach Rio de Janeiro, Brasiliens Hauptstadt, ist es weit, im Sertao herrscht allein das Gesetz der Gewalt. Die verarmten Bauern kämpfen auf ihren winzigen Grundstücken um ihre Existenz. Zudem leiden sie unter den ständigen Übergriffen von Polizei und Armee, von »Volantes« und »Jaguncos«, den Privattruppen der reichen »Fazendeiros«.
Durch die Weiten des Landes streifen die »Cangaceiros«, doch die Bauern haben von ihnen weniger zu fürchten als von den Reichen und Mächtigen. Diamantino schließt sich einer dieser Banden an, überfällt Städte und Dörfer, wird selbst zum Killer. In dieser mitleidlosen Welt gibt es keine andere Möglichkeit des Überlebens... |