Walt Disneys Lustige Taschenbücher

Alternative Titel: Lustiges Taschenbuch
 
Verlag: Ehapa Verlag / Egmont Ehapa Verlag
Egmont Ehapa Media (ab Bd. 459)
Erschienen: 1967 - Erscheint noch
 
Format: Taschenbuch
Einfarbig und vierfarbig / Vierfarbig
 
Genre: Humor
Stil: Funny
 
Inhalt: Die Idee für Disney-Comics zum Schmökern im Taschenbuchformat entstand in Italien, wo man nach dem 2. Weltkrieg zunächst die wöchentlich erscheinenden Hefte vom Großformat auf Taschenformat umgestellt hatte, so dass der Weg zu dicken Sonderausgaben geebnet, und schließlich zu einer Buchreihe im Taschenformat nicht mehr weit war.

In den Lustigen Taschenbüchern tauchen zwar vereinzelt klassische Disney-Comics von Carl Barks auf, im Großen und Ganzen unterscheiden sich die enthaltenen... mehr
 
Siehe auch: Lustiges Taschenbuch - Sonderband (Ehapa)
Lustiges Taschenbuch - Spezial (Ehapa)
Lustiges Taschenbuch - Enten-Edition (Ehapa)
Lustiges Taschenbuch Mini Pocket (Ehapa)
Walt Disneys Lustige Taschenbücher Nostalgie Edition (Ehapa)
 
Band: 261 - Donald Duck - King of Comics
Softcover
 
Seiten: 272
 
Erscheinungsdatum: 1999
Story-Titel: 1.) (Donald Duck): Wünsche werden wahr
2.) (Daniel Düsentrieb): Ein schwerer Fall von Randalitis
3.) (Onkel Dagobert): Tauronten und Schimpansuten
4.) (Micky Maus): Knall auf Fall ins All
5.-22.) Donald Duck: (ohne Titel)
23.) (Gundel Gaukeley): Hexenzauber und Piraten
24.) (Die Panzerknacker): Dem Nachwuchs eine Chance
25.) (Dummi Duck): Zug durch die Zeiten
26.) (Donald Duck): Ein nervenstarker Samariter
 
Zeichner: 1.) Flemming Andersen
2.) Anna Marabelli
3.) Alessandro Gottardo
4.) Giuseppe Dalla Santa
5.) Al Taliaferro
6.) Al Taliaferro
7.) Al Taliaferro
8.) Al Taliaferro
9.) Al Taliaferro
10.) Al Taliaferro
11.) Al Taliaferro
12.) Al Taliaferro
13.) Al Taliaferro
14.) Al Taliaferro
15.) Al Taliaferro
16.) Al Taliaferro
17.) Al Taliaferro
18.) Al Taliaferro
19.) Al Taliaferro
20.) Al Taliaferro
21.) Al Taliaferro
22.) Al Taliaferro
23.) Marco Mazzarello
24.) Stefano Intini
25.) Lara Molinari
26.) Flemming Andersen
Texter: 1.) Pat McGreal, Carol McGreal
2.) Carmen Gozzo
3.) Rodolfo Cimino
4.) Diego Fasano
5.) Bob Karp
6.) Bob Karp
7.) Bob Karp
8.) Bob Karp
9.) Bob Karp
10.) Bob Karp
11.) Bob Karp
12.) Bob Karp
13.) Bob Karp
14.) Bob Karp
15.) Bob Karp
16.) Bob Karp
17.) Bob Karp
18.) Bob Karp
19.) Bob Karp
20.) Bob Karp
21.) Bob Karp
22.) Bob Karp
23.) Claudia Salvatori
24.) Nino Russo
25.) Luca Boschi
26.) Elizabeth Rowe
 
Beilagen: lose Abokarte
 
Bemerkungen: Auf 16 zusätzlichen Seiten enthält der Band eine Auswahl von klassischen Donald-Strips.
 
 
Inhalt: Donald Duck - seit 65 Jahren: Der King of Comics

Am 9. Juni 1999 feierte Donald Duck - der berühmteste Erpel der Welt - seinen 65. Geburtstag. Sollte nun der ein oder andere aufmerksame Leser anfangen nachzurechnen - Donald war schließlich bereits in seinem ersten Film eine erwachsene Ente - so sollte er sich vor Augen halten, daß Trickfilm und Comic-Figuren ja ihrem Wesen nach zeitlos sind und daher gar nicht altern können. Weitere Verwirrung um das »echte Geburtsdatum« stiftete eine »Ente«, die Donalds Erfinder Walt Disney höchstpersönlich in die Welt setzte. Seiner Erzählung nach flog an einem Freitag den 13. - während einer Autorenkonferenz - ein Schlammbatzen durch ein offenes Fenster direkt auf seinen Schreibtisch. Der Batzen schüttelte sich und entpuppte sich als Donald Duck, der wutentbrannt in die Runde schnatterte: »Was wollt ihr von mir?«

Warum aber wird Donalds Geburtstag im Juni gefeiert?
Ganz einfach: Das Licht der Welt, in diesem Fall das Licht der Projektionsleinwand, erblickte Donald Duck am 9. Juni 1934 bei der Uraufführung des Zeichentrickfilms »The Wise Little Hen«. Obwohl er hier nur eine Nebenrolle spielte, hinterließ er einen so bleibenden Eindruck, daß er kurze Zeit später in den Micky Maus-Trickfilmen auftauchte.

Die Idee, eine Ente als Partner von Micky Maus einzuführen, war allerdings schon zwei Jahre vorher entstanden. Walt Disney hatte nämlich bereits 1932 bemerkt, daß Micky - nicht zuletzt auf Druck der amerikanischen Müttervereine - nach und nach zu ernsthaft und seriös geworden war und wollte ihm daher starke komische Gegenspieler zur Seite stellen. Unter anderem auch eine sprechende Ente. Das Problem war nur, daß man dafür erst die passende Stimme finden mußte, denn im Trickfilm muß zuerst immer der Soundtrack stehen, bevor man anfängt zu zeichnen. Die Stimme kam per Zufall in die Disney-Studios. Der Tierstimmen-Imitator Clarence Nash, der davon träumte, bei Disney zu arbeiten, nahm sich 1933 eines Tages vom Milchausfahren (seinem Hauptberuf) frei und begab sich ins Büro des Disney-Regisseurs Wilfred Jackson. Dort rezitierte Nash den Kindervers: »Mary Had A Little Lamb« und riß Jackson förmlich vom Hocker. Der schaltete die Wechselsprechanlage zu Walt Disneys Büro ein und ließ Nash das Gedicht noch einmal aufsagen. Und siehe da, Walt Disney kam umgehend in Jacksons Büro, hörte noch ein Weilchen zu und sagte dann aufgeregt: »Das ist sie! Das ist unsere sprechende Ente!« Und so wurde Clarence Nash am 2. Dezember 1933 zu Walt Disneys 125. Angestellten und zu Donalds Stimme in der Originalfassung sowie in zahlreichen Synchronfassungen.

Ab 7. Februar 1938 bekam Donald unter Federführung von Texter Bob Karp und Zeichner Al Taliaferro seinen eigenen Comicstrip. Zu diesen täglich erscheinenden Zeitungsstrips kam ab 10. Dezember 1939 noch eine eigene Sonntagsseite in Farbe, die wie die Zeitungsstrips in den folgenden dreißig Jahren vom gleichen erfolgreichen Zeichner-Texter-Team angefertigt wurden. Nachdrucke der Strips in Buch- und Heftform gab es bereits seit 1935.

Die erste, speziell für ein Comic-Heft kreierte Donald-Geschichte entstand 1942, »Donald Duck Finds Pirate Gold«. Geschrieben wurde sie von Bob Karp und zu je 32 Seiten gezeichnet von Jack Hannah und Carl Barks. Das Heft bedeutete auch den Beginn der wirklich fantastischen Comiczeichner-Karriere von Carl Barks. Des Zeichners, der Entenhausen erdachte und mit vielen der bekanntesten Comic-Figuren bevölkerte: mit Onkel Dagobert, Gustav Gans, Daniel Düsentrieb und Gundel Gaukeley, um nur einige zu nennen. Carl Barks war vor seiner Arbeit an den Duck-Comics schon viele Jahre in den Trickfilm-Studios von Walt Disney tätig gewesen. Einige der besten Donald-Zeichentrickfilme der späten 30er und frühen 40er Jahre wurden von ihm als Autor und Storyboard-Zeichner mitgestaltet. In den 40er Jahren verabschiedete sich Carl Barks vom Zeichentrickstudio. Unter anderem wegen der schlechten Luft in Los Angeles. Er hatte vor, eine Hühnerfarm in San Jacinto zu betreiben. Doch Donald ließ ihn nicht los, denn schon bald bewarb er sich darum, die Donald-Geschichten zeichnen zu dürfen, die von nun an in Walt Disney`s Comics and Stories erscheinen sollten.

Es war unzweifelhaft ein Glücksfall, daß ein solch großer Könner wie Carl Barks den Kosmos Entenhausen schuf. Es gab und gibt noch viele große »Entenzeichner«, doch er ist immer das große Vorbild aller geblieben.

Donald Duck ist heute eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Doch im Gegensatz zu vielen anderen wird er rückhaltlos geliebt. Es wird über ihn geforscht, er wird auf Händen und Hemden getragen, zitiert und gesammelt. Er entzückt jung und alt, begeistert alle sozialen Schichten. Seine Abenteuer werden unter Schulbänken, in U-Bahnen und VIP-Airport-Lounges gleichermaßen verschlungen. Er ist der King of Comics.

In all diesen Jahren wurden er und seine großen und kleinen Abenteuer von den unterschiedlichsten Künstlern namhaften und namenlosen - erzählt und gezeichnet. Und auf geheimnisvolle Weise ist er nie gealtert, immer ist er sich treu geblieben. Ein cholerischer, fauler Erpel - ein Unglückswurm, der sich mit unerschütterlichem Optimismus immer neu den Tücken des Alltags stellt.
 
 

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