Micky Maus präsentiert

Verlag: Ehapa Verlag
Egmont Ehapa Verlag
Egmont Ehapa Media (ab Bd. 30)
Erschienen: 1991 - Erscheint noch
 
Format: Heft (Bd. 1-25)
Paperback (Bd. 26-29)
Heft Großformat (Bd. 30)
Vierfarbig
 
Genre: Humor
Stil: Funny
 
Bemerkungen: Bd. 33 enthält keine Comics.

weniger

 
 
Band: 25 - 65 Jahre Spaß mit Donald
 
Seiten: 100
 
Erscheinungsdatum: 1999
Story-Titel: 1.-6.) Donald Duck: (ohne Titel)
7.) Donald Duck: Donald und der Strauss!
8.+9.) Donald Duck: (ohne Titel)
10.-12.) Donald Duck: (ohne Titel)
13.) Donald Duck: Arturo, der Affe
14.) Donald Duck: Donald auf Wohnungssuche
15.) Donald Duck: Donald Duck wird »berühmt«
16.) Donald Duck: Sheriff für einen Tag
17.) Donald Duck: Donald in Personalunion
18.) Donald Duck: Öliges Glück
19.) Donald Duck: Flamingo-Park
 
Zeichner: 1.-12.) Al Taliaferro
13.) Carl Barks
14.) Tony Strobl, John Liggera
15.) Jack Bradbury
16.) Vicar
17.) Daniel Branca
18.) Don Rosa
19.) Tino Santanach Hernandez
Texter: 1.-12.) Bob Karp
13.) Merrill De Maris, Carl Barks
14.) Bob Gregory
15.) Vic Lockman
16.) Lise-Lotte Larsen
18.) Don Rosa
 
 
Inhalt: Donald Duck - seit 65 Jahren: Der King of Comics

Am 9. Juni 1999 feierte Donald Duck - der berühmteste Erpel der Welt - seinen 65. Geburtstag. Sollte nun der ein oder andere aufmerksame Leser anfangen nachzurechnen - Donald war schließlich bereits in seinem ersten Film eine erwachsene Ente - so sollte er sich vor Augen halten, daß Trickfilm und Comic-Figuren ja ihrem Wesen nach zeitlos sind und daher gar nicht altern können. Weitere Verwirrung um das »echte Geburtsdatum« stiftete eine »Ente«, die Donalds Erfinder Walt Disney höchstpersönlich in die Welt setzte. Seiner Erzählung nach flog an einem Freitag den 13. - während einer Autorenkonferenz - ein Schlammbatzen durch ein offenes Fenster direkt auf seinen Schreibtisch. Der Batzen schüttelte sich und entpuppte sich als Donald Duck, der wutentbrannt in die Runde schnatterte: »Was wollt ihr von mir?«

Warum aber wird Donalds Geburtstag im Juni gefeiert?
Ganz einfach: Das Licht der Welt, in diesem Fall das Licht der Projektionsleinwand, erblickte Donald Duck am 9. Juni 1934 bei der Uraufführung des Zeichentrickfilms »The Wise Little Hen«. Obwohl er hier nur eine Nebenrolle spielte, hinterließ er einen so bleibenden Eindruck, daß er kurze Zeit später in den Micky Maus-Trickfilmen auftauchte.

Die Idee, eine Ente als Partner von Micky Maus einzuführen, war allerdings schon zwei Jahre vorher entstanden. Walt Disney hatte nämlich bereits 1932 bemerkt, daß Micky - nicht zuletzt auf Druck der amerikanischen Müttervereine - nach und nach zu ernsthaft und seriös geworden war und wollte ihm daher starke komische Gegenspieler zur Seite stellen. Unter anderem auch eine sprechende Ente. Das Problem war nur, daß man dafür erst die passende Stimme finden mußte, denn im Trickfilm muß zuerst immer der Soundtrack stehen, bevor man anfängt zu zeichnen. Die Stimme kam per Zufall in die Disney-Studios. Der Tierstimmen-Imitator Clarence Nash, der davon träumte, bei Disney zu arbeiten, nahm sich 1933 eines Tages vom Milchausfahren (seinem Hauptberuf) frei und begab sich ins Büro des Disney-Regisseurs Wilfred Jackson. Dort rezitierte Nash den Kindervers: »Mary Had A Little Lamb« und riß Jackson förmlich vom Hocker. Der schaltete die Wechselsprechanlage zu Walt Disneys Büro ein und ließ Nash das Gedicht noch einmal aufsagen. Und siehe da, Walt Disney kam umgehend in Jacksons Büro, hörte noch ein Weilchen zu und sagte dann aufgeregt: »Das ist sie! Das ist unsere sprechende Ente!« Und so wurde Clarence Nash am 2. Dezember 1933 zu Walt Disneys 125. Angestellten und zu Donalds Stimme in der Originalfassung sowie in zahlreichen Synchronfassungen.

Ab 7. Februar 1938 bekam Donald unter Federführung von Texter Bob Karp und Zeichner Al Taliaferro seinen eigenen Comicstrip. Zu diesen täglich erscheinenden Zeitungsstrips kam ab 10. Dezember 1939 noch eine eigene Sonntagsseite in Farbe, die wie die Zeitungsstrips in den folgenden dreißig Jahren vom gleichen erfolgreichen Zeichner-Texter-Team angefertigt wurden. Nachdrucke der Strips in Buch- und Heftform gab es bereits seit 1935.

Die erste, speziell für ein Comic-Heft kreierte Donald-Geschichte entstand 1942, »Donald Duck Finds Pirate Gold«. Geschrieben wurde sie von Bob Karp und zu je 32 Seiten gezeichnet von Jack Hannah und Carl Barks. Das Heft bedeutete auch den Beginn der wirklich fantastischen Comiczeichner-Karriere von Carl Barks. Des Zeichners, der Entenhausen erdachte und mit vielen der bekanntesten Comic-Figuren bevölkerte: mit Onkel Dagobert, Gustav Gans, Daniel Düsentrieb und Gundel Gaukeley, um nur einige zu nennen. Carl Barks war vor seiner Arbeit an den Duck-Comics schon viele Jahre in den Trickfilm-Studios von Walt Disney tätig gewesen. Einige der besten Donald-Zeichentrickfilme der späten 30er und frühen 40er Jahre wurden von ihm als Autor und Storyboard-Zeichner mitgestaltet. In den 40er Jahren verabschiedete sich Carl Barks vom Zeichentrickstudio. Unter anderem wegen der schlechten Luft in Los Angeles. Er hatte vor, eine Hühnerfarm in San Jacinto zu betreiben. Doch Donald ließ ihn nicht los, denn schon bald bewarb er sich darum, die Donald-Geschichten zeichnen zu dürfen, die von nun an in Walt Disney`s Comics and Stories erscheinen sollten.

Es war unzweifelhaft ein Glücksfall, daß ein solch großer Könner wie Carl Barks den Kosmos Entenhausen schuf. Es gab und gibt noch viele große »Entenzeichner«, doch er ist immer das große Vorbild aller geblieben.

Donald Duck ist heute eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Doch im Gegensatz zu vielen anderen wird er rückhaltlos geliebt. Es wird über ihn geforscht, er wird auf Händen und Hemden getragen, zitiert und gesammelt. Er entzückt jung und alt, begeistert alle sozialen Schichten. Seine Abenteuer werden unter Schulbänken, in U-Bahnen und VIP-Airport-Lounges gleichermaßen verschlungen. Er ist der King of Comics.

In all diesen Jahren wurden er und seine großen und kleinen Abenteuer von den unterschiedlichsten Künstlern namhaften und namenlosen - erzählt und gezeichnet. Und auf geheimnisvolle Weise ist er nie gealtert, immer ist er sich treu geblieben. Ein cholerischer, fauler Erpel - ein Unglückswurm, der sich mit unerschütterlichem Optimismus immer neu den Tücken des Alltags stellt.
 
 

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