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Die Las Vegas-Eule, ein Salzstreuer in trivialisierter Eulengestalt, war das billigste Souvenir, das es 1994 in Las Vegas gab. Sie muss schon 25 Jahre im Laden gestanden haben und es gab nur ein Exemplar davon. Staubig war es und kostete daher »nur« 50 Cent. Von 1994 bis 1997 führte die Eule ein Schattendasein in einer Schublade in einem recht einfachen Berliner Arbeiterviertel, ab 1997 stand das zwischen den Ohren zwiefach durchlöcherte Keramiktier auf dem Küchentisch von Max Goldts Wohnung in einer mondänen Kurfürstendamm-Seitenstraße. Stephan Katz fühlte sich von dem ungewöhnlichen Würzwerkzeug seltsam angezogen und nutzte eine Abgelenktheit seines Gastgebers, um es zu entwenden. Seitdem leistet es im Hause Katz gute und von aufmerksamen Gästen oft humorvoll kommentierte Dienste. |