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Die tragische Episode um die Aphrodite-Priesterin Hero und ihren Geliebten Leander gehört zu den anrührendsten griechischen Mythen. Nach Musaios, der um 500 n.Chr. die Geschichte in einem Kleinepos erzählt, durchschwimmt Leander jede Nacht den Hellespont, um zu seiner Hero zu gelangen. Als Wegweiser dient ihm ein Licht, das Hero jeweils für ihn brennen lässt. Eines Nachts löscht ein Sturm die Lampe und Leander ertrinkt. Der 1965 geborene Zürcher Komponist Daniel Hess liess sich von der Geschichte zu seiner 4. Sinfonie »Hero und Leander« inspirieren, einer Art Oper ohne Sänger. Das Stück wurde durch das 1988 in Stade gegründete »Internationale Jugendsinfonieorchester Elbe-Weser« uraufgeführt, das sich aus wechselnden jungen Musikern aus aller Welt zusammensetzt. Anläßlich der Uraufführung von »Hero und Leander«, zeichnete Anke Feuchtenberger eine Bildergeschichte, die eine moderne Auffassung des Hero und Leander-Mythos bietet. Leander ist hier ein sportlicher Turmspringer, Hero benutzt einen Fernseher zur Kommunikation und Information.
Anke Feuchtenberger wurde 1963 in Berlin (Ost) geboren. Sie lebt und arbeitet heute in Hamburg und hat dort eine Professur. |