Yossel
| Originaltitel: | Yossel April 19,1943 - A story of the Warsaw ghetto uprising |
| Verlag: | Ehapa Comic Collection (Egmont vgs Verlag) |
| Erschienen: | Mai 2005 |
| Format: | Paperback mit Schutzumschlag (17,7 x 26,7 cm) |
| Einfarbig | |
| Genre: | Zeitgeschichte |
| Drama | |
| Inhalt: |
Yzeran, ein kleines Dorf in Ost-Polen, 1941. Deutsche Soldaten beschlagnahmen die Häuser und den Besitz von Juden und zwingen sie, in die überfüllten Unterkünfte des Warschauer Ghettos zu ziehen. Auch der Familie des 13-jährigen Yossel widerfährt dieses Schicksal. Enge, Unterdrückung, Hunger, Krankheiten, Tod und Deportation bestimmen zunehmend den Alltag. Davon bleibt auch Yossel nicht verschont: So werden Vater, Mutter und Schwester nach Auschwitz verschleppt. In den zwei Jahren voller Unmenschlichkeit und Grausamkeit entwickelt der künstlerisch begabte Junge jedoch einen starken Überlebenswillen, indem er seine Erlebnisse und die schrecklichen Bilder skizzenhaft auf Papier festhält. Außerdem schließt er sich einer Widerstandsgruppe an, die am 19. April 1943 den Aufstand gegen die Unterdrücker einleitet. »Yossel 19. April 1943« ist nicht nur die Geschichte des Widerstandes gegen menschliche Erniedrigung, sondern auch die eines Triumphes - auch wenn Yossel die Befreiung von den Nazis nicht erleben wird. Anlässlich des 60. Jahrestages des Aufstands im Warschauer Ghetto, am 19. April 1943, schuf Joe Kubert die Geschichte des 15-jährigen Yossel. Sein Werk trägt autobiografische Züge, denn Kubert stammt wie Yossel aus Yzeran, Ost-Polen, und fing schon sehr früh an, seine Umgebung und Comicfiguren zu zeichnen. 1926 konnte Kubert mit seiner Familie in die USA auswandern. Deshalb bezeichnet er Yossel als »eine fiktive Geschichte, basierend auf einem tatsächlichen Alptraum«, als »Ergebnis meiner 'Wie wäre es gewesen'-Gedanken«. Kubert versetzt sich in die Gefühlswelt des Jungen und illustriert anhand von Yossels Skizzen dessen Leben, Überleben und schließlich Sterben im Warschauer Ghetto. Durch die Wahl des groben Bleistiftstrichs verleiht Kubert seiner Geschichte eine große Authentizität. Joe Kubert Joe Kubert wurde 1926 in Brooklyn/New York geboren. Seine Eltern stammten wie die Familie Yossels aus Yzeran, einer Kleinstadt in Ost-Polen. Wie sein Protagonist begeisterte sich auch Kubert schon sehr früh künstlerisch für Comics. Das hatte Folgen, denn bereits mit 12 Jahren begann er seine Zeichen-Karriere - als Assistent in Harry »A« Cheslers Comic-Studio. Seit über 60 Jahren bereichert er die Szene mit Geschichten von Charakteren wie Black Witch, Hawkman, Enemy Ace, Sgt. Rock oder Tarzan, die nach seinem Karrierestart bei MLJ vornehmlich für National/DC Comics entstanden. Joe Kubert lebt mit seiner Frau in New Jersey. Seit 1976 betreibt Kubert in Dover, New Jersey die erste anerkannte Comic-Schule in den USA, die »Joe Kubert School of Cartoon and Graphic Art, Inc.« Außerdem bietet Kubert Fernkurse an. Kubert gilt nicht zuletzt aufgrund seines frühen Meisterwerks Tor, eines prähistorischen Epos, als einer der Wegbereiter der »Graphic Novels«. Später zeichnete er unter anderem Alben der Abenteuerreihe »Abraham Stone« und der Bonelli-Westernserie »Tex«. 1996 schuf er die preisgekrönte grafische Erzählung »Fax aus Sarajewo«, die sich mit dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien auseinandersetzte. 2003 folgte in den USA schließlich der viel beachtete Band »Yossel 19. April 1943«. |



