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Zwischen Bratzbach, Schräghofen und Pitstoppach riecht es nach verbranntem Gummi. Motoren dröhnen ohrenbetäubend, an den Ausfallstrassen der kleinen Gemeinden ist die Hölle los. Warum? Die fünf Motorradfreaks aus Holger Aues Comic-Werkstatt sind wieder da. Im neuen Comic stürzen sich die tollkühnen Helden aus den Motomania-Alben wagemutig in die wildesten (und bisweilen dämlichsten) Abenteuer. Und zwar immer auf der Überholspur. Mit Feuer unter dem Hintern und Benzin im Blut kennen sie nur ein Lebensmotto: Gepriesen sei das Vollgas! Ihr ausgeprägter Mut zur Lücke bei Überholmanövern ist wahrhaft legendär und ihr unbezwingbarer Wille zum Speed lässt sie auch mit unterlegenem Material stark sein. In der Stadt und auf der Landstraße, in der Werkstatt und auf der Rennstrecke: Mit rasantem Witz illustriert Holger Aue Glanz und Elend des Bikerlebens.
Ständig sind die Biker auf der Flucht vor der Polizei und müssen sich mit gleichermaßen unangenehmen und überflüssigen Dingen wie Überholverboten, Radarfallen und anderen Verkehrsteilnehmern herumschlagen. Wie man mit einem 98er Knarrenkasten Frauen beeindruckt und warum Guntbert »Die rollende Schikane« Kowallek auch mit einem zweiten Platz nicht zufrieden ist, wie man sich mit einem Chip für die Einspritzanlage eine ultimative Rakete (am Ende doch nicht) baut und warum der Cruiser zu den Ostfriesen unter den Bikern zählt: Auch für Fahrradfahrer und Automobilisten sind Holger Aues Abenteuer ein Heidenspaß.
Holger Aue zeigt sich in Motomania 8 einmal mehr als Hohepriester der Bikerszene. Kein Wunder also, dass er in seinem neuen Band für das Glaubensbekenntnis der freien Mopedisten-Kirche wirbt. Hier wird dem »Großen Gott der Schräglage und der eiligen Mutter Beschleunigung gehuldigt«. Denn wie heißt das erste Gebot: »Du sollst keine anderen Fahrzeuge vor Dir haben«. Und: »Das Geräusch des Motors ist die Stimme des Herrn«. Bei soviel religiösem Eifer wird für eine Handvoll PS auch schon mal die eigene Mutter verkauft.
Holger Aue wurde 1960 in Schleswig-Holstein geboren und begann seine Zeichenkarriere mit Karikaturen seiner Hebamme. Anschließend besuchte er die FH für Sonderpädagogik, arbeitete als Baumchirurg und begann 1986 mit einem Illustrationsstudium in Hamburg. 1987 kaufte er sich sein erstes Motorrad, danach ging er mehr zum Motorrad-Sammeln über. Seit 1995 erscheinen die Motomania-Bücher im Eichborn Verlag, seit 2001 werden die Bände auch überaus erfolgreich im renommierten französischen Verlag Albin Michel verlegt, die Gesamtauflage liegt dort bei inzwischen gut 100.000 Exemplaren. Auf der anderen Rhein-Seite heißen die Helden natürlich nicht Harry Quiddelbacher, Holli Hatzenbach, »Duc« Döttinger, Hinnerk »Wheelie« Wippermann oder Bernd »Brembo« Breidscheid. Sondern vielmehr (und in gleicher Reihenfolge): Paulo Lachapelle, Max Duchamp, Duke Dumuse, Dany Garagevert und Jojo Raccordo. |