Eines Tages war Zeus das Blitzeschleudern leid

Verlag: Zweitausendeins
Erschienen: November 1998
 
Format: Album
Einfarbig und vierfarbig
 
Genre: Humor
 
Inhalt: Neue unglaubliche Episoden aus Bernd Pfarrs groteskem Paralleluniversum - einer virtuos gezeichneten Welt, die uns mit ihrem hintergründigen Humor und ihren schrägen Perspektiven unendlich fern und zugleich seltsam vertraut vorkommt und die »Hannoversche Allgemeine« »in ihrer Mischung aus Kauzigkeit, Bedenkenlosigkeit und Freundlichkeit« an den »Fernseh-Nonsens von Monty Python« erinnert.

Wir begegnen Theseus in verblüffenden Varianten seiner labyrinthischen Interaktion mit dem Minotaurus, tauchen ein in den Alltag des Yeti auf dem K2, sehen schwebende Altglascontainer im Wodkarausch, beobachten Erwin beim »sensiblen Erfühlen der Oberflächenstruktur eines mittlerweile festen und leichtverkrusteten Soßenrestes auf dem Eßtisch während der Werbeblöcke im Fernsehprogramm«, erkennen, welch verheerende Folgen eine Entscheidung für falsches Hundefutter haben kann und wie provokant sich Kochwäsche zuweilen verhält.

Auch vertraute Gestalten treten wieder auf: Don Quichotte im Kampf gegen die Windmühlentüren, Noah nach der Sintflut und Gott persönlich (letzterer mit einem authentischen Schnappschuß vom Urknall), wir erfahren vom seltsamen Ritual eines samstäglichen Puddingbades, von den Geheimnissen des Amboß-Glidings, schockierenden Details aus dem intimleben von Leda und ihrem Schwan und erhalten eine überraschende Erklärung für den »Stau aus dem Nichts« u.v.a. Kurz: es handelt sich um Pfarrs schönste Tableaus und liebreizendste Cartoons seit seiner großen Werkschau »Komische Bilder«.

weniger

 
Pressestimmen: Wie die ganz großen Cartoonisten beherrscht er die klassische Form, die im »New Yorker« entwickelt wurde - ein Bild, ein Satz. Man muß den Literaten Pfarr preisen. Viele seiner Texte sind so gut, daß sie fast schon ohne Bild funktionieren (taz)

In der formalen Brillanz und in der meditativen, ja gelegentlich sogar philosophischen Hintergründigkeit seiner Arbeiten erweist sich Bernd Pfarr als ein eigenständiger Artverwandter seiner Kollegen Friedrich Karl Waechter und Robert Gernhardt. Der deutliche, eigenprofilierte Unterschied liegt in seinem Hang zu sonderbaren Details, zu absurden, albernen und frivolen Ungeheuerlichkeiten, und auch in seinem Mut, Undenkbares und Irres unerschrocken wie die größte Selbstverständlichkeit zu servieren (Gießener Anzeiger)

Was für ein Talent! Welch ein Esprit! (Comic Speedline)

In seiner Absurdität gebührt Pfarrs Arbeiten ein fester Platz unter den Werken zeitgenössischer Kunst (Aachener Nachrichten)
 
 
Band: (Vorzugsausgabe)
Hardcover
 
Seiten: 144
 
Erscheinungsdatum: 1998
Herkunftsland: Deutschland
 
Zeichner: Bernd Pfarr
Texter: Bernd Pfarr
 
Bemerkungen: Limitierte und numerierte Ausgabe (300 Exemplare) mit signierter Farb-Offsetlithografie.
 

ID = 9383

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