Schweinepriester

Verlag: Achterbahn AG
Erschienen: April 2001
 
Format: Paperback
Einfarbig
 
Genre: Parodie/Satire
 
Inhalt: Jean-Marc Reiser, der wohl konsequenteste politische Satiriker unter den französischen Zeichnern widmete sich in den bisher in Deutschland erschienen Bänden vorrangig dem Zusammenprall von Menschen im Familien- und Alltagsleben. Die Bücher zeigen Material aus unterschiedlichen Phasen seines Schaffens, von den frühen Arbeiten für die satirische Zeitschrift HARA-KIRI über die Tierfabeln der 70er Jahre bis zur Darstellung des Geschlechterkampfes vor seinem Tod im Jahre 1983. Sein karikierender Stil nimmt dabei keinerlei Rücksicht auf ästhetische Regeln. Seine Bücher ziehen in Deutschland immer wieder die Willkür der Zensurbehörden auf sich, was bereits zu mehreren Beschlagnahmungen und Prozessen führte.
Alle Erbärmlichkeiten, die normalerweise verhüllt bleiben, stellte Reiser ins Rampenlicht, zynisch und boshaft machte er sich über die bürgerlichen Tabus lustig: Inzest, Sodomie, Analverkehr, ungewaschener Männerfeinripp - das alles wird von einem erbarmungslosen, hinterfragendem Humor getragen, der das Lachen einen Moment länger im Halse stecken läßt. Reiser zeichnete gegen diese Tabus an, er verschleierte und verhüllte nicht, sondern brachte einen unglaublich schwarzen Humor aufs Papier - so schwarz, das man in ihm immer den Hoffnungsschimmer am Horizont erkennen kann. Wer seine Arbeiten heute betrachtet, mag kaum glauben, daß Reiser nicht mehr unter uns weilt.

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Siehe auch: Der Schweinepriester (Semmel)
 
Softcover
 
Seiten: 80
 
Erscheinungsdatum: 2001
ISBN-10: 3-89719-197-0
 
Herkunftsland: Frankreich / Belgien
 
Zeichner: Jean-Marc Reiser
Texter: Jean-Marc Reiser
 
 
Inhalt: »Verschmierte Fresse, verfaulte Zähne, verfettete Wampe, beschissener Slip« - so lautet die Selbstcharakterisierung des Schweinepriesters. Mit nichts bekleidet als einer viel zu weiten, »gelben« Unterhose schweinigelt er sich durchs Leben.

Mit seiner verlotterten Erscheinung und anzüglichen Sprüchen der härteren Gangart schafft er, worum sich viele Männer vergeblich bemühen: Den frechen Schweinepriester vergisst so schnell keine Frau! Glückliche Menschen gehen ihm auf die Eier und ob sich in seinem Slip eine Viper oder eine Natter befindet bleibt hoffentlich ein ungeklärtes Geheimnis. Schlagfertig und mit losem Mundwerk spricht er aus, was viele denken aber nicht zu sagen wagen und er tut das, was alle tun aber nie zugeben würden. Schließlich pinkelt fast jeder ins Schwimmbecken - allerdings nicht vom Dreimeterbrett!

Der französische Szenarist und Zeichner Jean-Marc Reiser verstarb 1983 im Alter von 42 Jahren. Der Meister der schweinischen Gesellschaftssatire wurde gleichermaßen geliebt und gehasst. Teilweise indiziert und verboten kam noch 16 Jahre nach seinem Tod unveröffentlichtes Material zum Vorschein. Bei Achterbahn sind insgesamt 16 Bände erschienen, in denen Reiser alle Erbärmlichkeiten des menschlichen Daseins ans Tageslicht zerrt. Ohne Rücksicht auf bürgerliches Schamgefühl bringt er mit unglaublich schwarzem Humor Tabus wie Inzest, Sodomie und Analverkehr zu Papier. Mit seinen scheinbar nachlässig aufs Papier geworfenen Zeichnungen trifft er so oft den Nagel auf den Kopf, dass der Leser herzhaft lacht und gleichzeitig vor Scham errötet.
 
 

ID = 231

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