Unter Frauen

Verlag: Semmel Verlach (Neuauflagen ab ca. 1993: Achterbahn Verlag)
Erschienen: 1987
 
Format: Album
Vierfarbig
 
Genre: Parodie/Satire
 
Inhalt: Jean-Marc Reiser, der wohl konsequenteste politische Satiriker unter den französischen Zeichnern widmete sich in den bisher in Deutschland erschienen Bänden vorrangig dem Zusammenprall von Menschen im Familien- und Alltagsleben. Die Bücher zeigen Material aus unterschiedlichen Phasen seines Schaffens, von den frühen Arbeiten für die satirische Zeitschrift HARA-KIRI über die Tierfabeln der 70er Jahre bis zur Darstellung des Geschlechterkampfes vor seinem Tod im Jahre 1983. Sein karikierender Stil nimmt dabei keinerlei Rücksicht auf ästhetische Regeln. Seine Bücher ziehen in Deutschland immer wieder die Willkür der Zensurbehörden auf sich, was bereits zu mehreren Beschlagnahmungen und Prozessen führte.
Alle Erbärmlichkeiten, die normalerweise verhüllt bleiben, stellte Reiser ins Rampenlicht, zynisch und boshaft machte er sich über die bürgerlichen Tabus lustig: Inzest, Sodomie, Analverkehr, ungewaschener Männerfeinripp - das alles wird von einem erbarmungslosen, hinterfragendem Humor getragen, der das Lachen einen Moment länger im Halse stecken läßt. Reiser zeichnete gegen diese Tabus an, er verschleierte und verhüllte nicht, sondern brachte einen unglaublich schwarzen Humor aufs Papier - so schwarz, das man in ihm immer den Hoffnungsschimmer am Horizont erkennen kann. Wer seine Arbeiten heute betrachtet, mag kaum glauben, daß Reiser nicht mehr unter uns weilt.

weniger

 
Siehe auch: Unter Frauen (Achterbahn)
 
Softcover
 
Seiten: 72
 
Erscheinungsdatum: 1987
ISBN-10: 3-922969-54-2
 
Herkunftsland: Frankreich / Belgien
 
Zeichner: Jean-Marc Reiser
Texter: Jean-Marc Reiser
 
 
Inhalt: Frustrierte Frauen, Lesben, Busenfreundinnen - um sie drehen sich die Zeichnungen in Jean-Marc Reisers Band »Unter Frauen«. Der weibliche Themenschwerpunkt hält den Franzosen allerdings nicht davon ab, auch Schwule, Arme und die sieben Zwerge mit seinem makabren Humor zu attackieren.

Auf 72 farbigen Seiten kennt die Gehässigkeit keine Grenzen. Was Walhoden mit Frauen gemeinsam haben und was die Medizin mit einem Fernsehgerät verbindet, erfahren wir in diesem Buch. Die ungezügelte Fantasie des Zeichners kreist vorwiegend um sein Lieblingsthema: Sex! Die Szenen, die dabei zu Papier kommen, sind in den seltensten Fällen jugendfrei, aber in allen Fällen scharfsinnig und witzig.

Der französische Szenarist und Zeichner Jean-Marc Reiser verstarb 1983 im Alter von 42 Jahren. Der Meister der schweinischen Gesellschaftssatire wurde gleichermaßen geliebt und gehasst. Teilweise indiziert und verboten kam noch 16 Jahre nach seinem Tod unveröffentlichtes Material zum Vorschein. Bei der Achterbahn AG sind insgesamt 16 Bände erschienen, in denen Reiser alle Erbärmlichkeiten des menschlichen Daseins ans Tageslicht zerrt. Ohne Rücksicht auf bürgerliches Schamgefühl bringt er mit unglaublich schwarzem Humor Tabus wie Inzest, Sodomie und Analverkehr zu Papier. Mit seinen scheinbar nachlässig aufs Papier geworfenen Zeichnungen trifft er so oft den Nagel auf den Kopf, dass der Leser herzhaft lacht und gleichzeitig vor Scham errötet.
 
 

ID = 53153

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