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Frustrierte Frauen, Lesben, Busenfreundinnen - um sie drehen sich die Zeichnungen in Jean-Marc Reisers Band »Unter Frauen«. Der weibliche Themenschwerpunkt hält den Franzosen allerdings nicht davon ab, auch Schwule, Arme und die sieben Zwerge mit seinem makabren Humor zu attackieren.
Auf 72 farbigen Seiten kennt die Gehässigkeit keine Grenzen. Was Walhoden mit Frauen gemeinsam haben und was die Medizin mit einem Fernsehgerät verbindet, erfahren wir in diesem Buch. Die ungezügelte Fantasie des Zeichners kreist vorwiegend um sein Lieblingsthema: Sex! Die Szenen, die dabei zu Papier kommen, sind in den seltensten Fällen jugendfrei, aber in allen Fällen scharfsinnig und witzig.
Der französische Szenarist und Zeichner Jean-Marc Reiser verstarb 1983 im Alter von 42 Jahren. Der Meister der schweinischen Gesellschaftssatire wurde gleichermaßen geliebt und gehasst. Teilweise indiziert und verboten kam noch 16 Jahre nach seinem Tod unveröffentlichtes Material zum Vorschein. Bei der Achterbahn AG sind insgesamt 16 Bände erschienen, in denen Reiser alle Erbärmlichkeiten des menschlichen Daseins ans Tageslicht zerrt. Ohne Rücksicht auf bürgerliches Schamgefühl bringt er mit unglaublich schwarzem Humor Tabus wie Inzest, Sodomie und Analverkehr zu Papier. Mit seinen scheinbar nachlässig aufs Papier geworfenen Zeichnungen trifft er so oft den Nagel auf den Kopf, dass der Leser herzhaft lacht und gleichzeitig vor Scham errötet. |