Werner

Verlag: Semmel Verlach (Bd. 1-6)
Achterbahn Verlag (Bd. 7-9)
Achterbahn AG (Bd. 10-11)
Bertelsmann Club (Bd. 1, 2, 4 - Hardcover)
Erschienen: 1981 - März 2002
 
Format: Paperback
Album (nur Bd. 8 Hardcover)
Einfarbig / Vierfarbig
 
Genre: Humor
Stil: Funny
 
Siehe auch: Alles über Werner (Semmel/Achterbahn)
Werner - Beinhart ! (Semmel)
Werner - Das Rennen (Semmel/Achterbahn)
Werner - Mehr über alles ... (Achterbahn)
Werner - Sammelband (Achterbahn)
Werner Highlights (Semmel)
Werner Winzig (Semmel/Achterbahn)
Werner (Heyne)
Werner (Egmont Ehapa)
 
Band: 10 - Exgummibur !
Softcover
 
Seiten: 128
 
Erscheinungsdatum: 1998
ISBN-10: 3-89719-010-9
 
Herkunftsland: Deutschland
 
Zeichner: Brösel
Texter: Brösel
 
 
Inhalt: Von Sepel nach Niedervolta und zurück

Unglaublich aber da: Der neue WERNER überschreitet alIe Grenzen!
Denn für »Exgummibur!« hat BRÖSEL erstmals eine Abenteuergeschichte gezeichnet, die sich durch den gesamten Band zieht und in einem spannenden Showdown auf fernem Boden gipfeIt. Im hohen Norden werden WERNER und Andi in die Machenschaften der Atommafia verwickeIt, die marode Brüter nach Afrika verscherbeln wiIl. Auf der Spur ihres verschIeppten Freundes Nobbi landen die beiden auf der selbstkonstruierten Literschüssel aus Holz und StahI unversehens mitten in der Sahara.
Mit Glück und Verstand entgehen sie dort nur knapp der Verschmachtung, meistern auf ihrem Weg allerhand Händel und Strapazen und gelangen schließlich nach Akkuville, der Hauptstadt des berühmten Zweistromlandes NiedervoIta an den Ufern des Coulombi. Dort gelingt es ihnen, den unguten Zwist zwischen Gleich- und Wechselstromanhängern, der das kleine Königreich in seiner Existenz bedroht, zu schlichten und ihren Freund Nobbi im letzten Moment aus den Fängen des gewissenlosen Nuklearstrategen Voltaire und dessen übler Muse Becarella zu retten. Zur Bereinigung höchst prekärer Situationen bedient sich WERNER dabei eines vermeintlich simplen sanitären Utensils, dessen magische Eigenschaften sich ihm während eines kuriosen Zwischenfalls bei Meister Röhrich enthüllen: Einer Saugglocke aus Kautschuk und Eschenholz, die in Fachkreisen auch »Pümpel« genannt wird.
WERNER kennt die Pümpel-Sagen und darf sich darum auch gewiß sein, daß es sich bei dieser ziegelroten Galosche um »Exgummibur« handeIt, jenen sagenumwobenen Kampfflansch der Gerechtigkeit.


Wenn ein kleiner Flecken am Westufer des Plöner Sees unversehens zu einem lebenswichtigen Orientierungspunkt auf einer gefährlichen Afrikatour wird, so ist das weder dem Zufall zu verdanken noch irgendeiner Laune. Vielmehr ergab sich die Hervorhebung der 150-Seelen-Gemeinde Sepel ganz zwangsläufig aus den verschiedenen Ideen und den zunächst nur skizzierten Handlungsabläufen für das 10. WERNER-Buch, die sich im Verlauf eines Dreivierteljahrs zur Geschichte »Hochspannung in Niedervolta« verdichteten.

Der Entschluß, WERNER und seine Mitstreiter ihr bislang größtes Abenteuer erleben zu lassen, bestand zu Anfang überhaupt nicht. Der erste Anstoß hätte kaum ferner vom westafrikanischen Phantasiestaat Niedervolta liegen können. Nur eine Heimatgeschichte von der Schlei, in der WERNER und Andi ihre Klamotten mit Bruno und Helmut, ihren ewigen Widersachern von der Bullerei, tauschen, begann hinter den zugezogenen Vorhängen eines ICE-Coupés langsam Gestalt anzunehmen. Daß die Story dann immer umfangreicher und verwickeIter wurde, diverse Nebenhandlungen anstieß und parallele Schauplätze einforderte - und den üblichen Umfang eines WERNER-Bandes zu sprengen drohte -, kommt nicht ganz von ungefähr.

Die intensive Arbeit an den Filmen »WERNER - Beinhart«, »Das muss kesseln!« sowie jetzt am dritten, bislang noch unbetitelten Film zwang Brösel sozusagen auf naturwüchsige Weise dazu, seine Figuren in Mimik und Gestik weiter zu entwickeln, psychologisch genauer zu motivieren und immer enger aufeinander zu beziehen, so daß man heute von einer lebendigen Figuren-Familie sprechen kann, die auch über längere Episoden hinweg den Atem nicht verliert.

Um WERNERs Erlebnisse in der gebotenen epischen Breite schildern zu können, versammelte BröseI unter dem Dach seines Bauernhofs eine Crew aus Fachkräften. Jörg Reymann, Autor des makabren Hundeduos »Dex und Dogfort«, kümmerte sich hauptsächlich um die Reinzeichnungen, war aber auch mit Rat und Tat zur Stelle, wenn die Story stockte. Für die Ausarbeitung von dramatischer Struktur und Dialogen bat BröseI den Berliner Drehbuchautor Thomas PIatt («Asterix in Amerika«) ins Boot. Brösels Lebensgefährtin Petra Lütt fuchste sich in den Computer ein und konnte Volker Nökel per elektronischer Bildbearbeitung unterstützen, der aIs ausgebildeter Kunstmaler und Schöpfer wundervoller Hühner-Comics die konturierten Bilder im klassischen Stil kolorierte.

Der einzige größere Betriebsausflug führte Brösel und seine Leute ins vierzig Kilometer entfernte Sepel, ein Ort, in dem ein Mehrlitermotor in sonorem Leerlauf bereits behördliche Drohungen nach sich zieht. Wundersame Dinge taten sich dort dicht an den Gestaden des Plöner Sees den staunenden Augen auf - wie zum Beispiel ein klassisch häßlicher Betonbunker eines Hamburger Architekten direkt am Ortseingang, ein für winterliche Rodelpartien bestens geeigneter Hang, ein dürres PfIänzchen wilden Rosmarins- und nicht zuletzt die heiligen Pyramiden von Sepel. Ihr Geheimnis zu ergründen würde aIlerdings ein völlig neues WERNER-Abenteuer erfordern...


Wer ist Brösel?

Rötger Feldmann, Pseudonym BröseI, wurde 1950 in Travemünde geboren.
Nach der Schulzeit machte er eine Lehre zum Lithographen. Er wurde gefeuert, weil er in der Arbeitszeit Cartoons und Comics unter anderem über seinen Chef malte. »Arbeitslos und Spaß dabei« war das Motto, unter dem BRÖSEL seine Arbeit als Comiczeichner fortsetzte. Auseinandersetzungen mit der Polizei und dem TÜV wegen seiner überarbeiteten Horex waren Inspirationsquellen für die Figur WERNER. Norddeutscher Dialekt und Rocker-Sprache mischten sich bei WERNER mit hochverdichtetem Sprachwitz.
1978 kam es zu ersten Veröffentlichungen in PARDON. 1981 erschien »WERNER-Oder was?« im Semmel Verlach. Bescheidene Anfänge, Wohnzimmer-Vertrieb, Werbung durch Mundpropaganda und Szene-Blätter, die seine Comics abdruckten. In den foIgenden Jahren erschienen ständig neue WERNER mit steigenden AufIagen.
WERNER wird zur populärsten Comic-Figur der Nation.
1988 findet »das Rennen« statt, ein 3-Tage Spektakel mit über 250.000 Besuchern, bei dem WERNERs 4-Motoren Horex gegen Holgis Porsche antritt - und verliert.
1990 lockte der abendfüllende FiIm »WERNER Beinhart!« über 4,8 Millionen Besucher in die deutschen Kinos und macht BRÖSEL endgültig zum Publikumsliebling.
Das Video »WERNER Beinhart!« war 1992 das erfoIgreichste Kaufvideo des Jahres.
Mit Jens Nieswand gründete BRÖSEL Ende 1991 seinen eigenen Verlag: Achterbahn.
Bisher erschienen dort vier Themenbände und vier komplett neue WERNER-Bücher, eine WERNER CD-ROM, alljährlich ein großer Wandkalender und seit 1997 der WERNER-AdventskaIender und der WERNER-TaschenkaIender. Die Merchandising Palette umfaßt mittlerweile etwa 100 WERNER-Artikel, darunter die Meister Röhrich-Zigarre und die originaI WERNER-Kondome.
Im Juni 1996 schreibt BROSEL mit WERNER erneut Geschichte: Mit fast 1,1 Millionen Zuschauern am ersten Wochenende ist der Kinofilm »WERNER-Das muss kesseln!!!« der erfolgreichste Kinostart, den ein deutscher FiIm jemals hatte. Insgesamt lockt »WERNER - Das muss kesseln!!!« alleine in Deutschland 5 Millionen Besucher ins Kino.
Seit dem September 1996 fungiert Achterbahn aIs Aktiengesellschaft, der Börsengang im Oktober 1997 war ein voller Erfolg.
 
 

ID = 64844

Neu-Preise

Ursprüngl. Coverpreis: 19.80 DM  

Sammler-Preise

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