Basileia - Das Vermächtnis des Mönchs
| Verlag: | Brunnen Verlag (Schweiz) |
| Erschienen: | September 2006 |
| Format: | Album Großformat (23,3 x 32,4 cm) |
| Vierfarbig | |
| Genre: | Historie |
| Inhalt: |
Basel im 14. Jahrhundert. Der verwegene Weiberheld Christian von Bärenfels ist in Judith verliebt. Ebenso Thomas Münch, ein feinsinniger Humanist. Sie sind die Söhne der beiden rivalisierenden Bürgermeister von Basel und unzertrennliche Freunde. Christians Vater ist beim jüdischen Kaufmann Simon Levi hoch verschuldet – bei Judiths Vater. Mit ihm viele andere, darunter Intriganten wie die adligen Politiker Schaler und Marschalk. Um ihre Schulden loszuwerden, wollen sie die Juden vernichten. Thomas erwischt Christian in den Armen Judiths, und ihre Freundschaft zerbricht. Währenddessen beginnt die Bevölkerung, die Juden aus den Häusern zu zerren. Sie sollen verbrannt werden... Historischer Hintergrund Basel, trinationale Region und Rheinstadt, teilt so manche Gemeinsamkeit mit vielen anderen Städten Europas. Wer sich die Mühe macht, etwas in der Geschichte zu forschen, wird rasch vieles entdecken. Eine traumatische, fast mythische gemeinsame Erinnerung findet sich im 14. Jahrhundert wieder: Pogrome, Politische Intrigen, Pest, Erdbeben, Seuchen und Tod. Dazu große religiöse und philosophische Traditionen, die um das Gemeinsame und um das Unterschiedliche ringen und streiten. An diesen Eckpunkten knüpft der Comic an. Bildgewaltig erwachen alte Zeiten zu neuem Leben, werden prägende Ereignisse jener schicksalhaften Tage nochmals erzählt und mit jenen Elementen verknüpft, die über alle Jahrhunderte hinweg die Menschen bewegen: Liebe, Hass, Vergebung, Zerstörung, Neuaufbau... «Basileia» ist eine Graphic Novel, die beides in sich vereint: Lokalkolorit mit historischen Ereignissen einerseits, Erinnerungen an eine europaweite Erfahrung andererseits. Vielleicht fasst einer der allerletzten Sätze des Comics die Grundstimmung der gesamten Story am besten zusammen. Da sagt der Humanist Thomas Münch, über seinen toten Freund, den Bürgermeistersohn und späteren Abt Christian von Bärenfels befragt, in bewegten Worten: «Er war ... ein besonderer Mann. Zeuge einer Welt, die daran glaubte, dass Diesseits und Jenseits untrennbar sind. Eine alte Welt. Eine vergangene Welt...» Die Macher des Comics Michael Bregel (Szenario und Text) Michael Bregel (geb. 1971) ist Diplom-Politologe, volontierte bei «Radio Mainwelle» in Bayreuth, war Redakteur der «Berliner Morgenpost» und arbeitet seit 2005 als freiberuflicher Übersetzer, Autor und Redakteur. Seit 1994 sind in diversen Zeitungen, Zeitschriften, Anthologien und auch in zwei literarischen Einzelveröffentlichungen Lyrik, Prosa und Fotografien von ihm erschienen. Zusammen mit seiner Frau, der Übersetzerin und Nordamerikanistin Isabel Klink, schrieb der langjährige Comicsammler im Magazin der «Berliner Morgenpost» jahrelang eine Comic-Kolumne. Bregel übersetzt seit Anfang 2004 Comics, vor allem Disney-Geschichten für das «Micky-Maus-Magazin», «Die tollsten Geschichten von Donald Duck» und «Das Lustige Taschenbuch», aber auch zahlreiche andere, vorwiegend bei Ehapa und Egmont vgs veröffentlichte Bildgeschichten. Mittlerweile sind mehrere Hundert von ihm getextete Comics erschienen. Neben seiner Arbeit als Übersetzer ist Bregel im Comic-Bereich auch als Redakteur und als Autor tätig. Unter anderem schrieb er einige kurze Duck-Geschichten für Egmont Dänemark. «Basileia - Das Vermächtnis des Mönchs» ist sein erstes Szenario für eine Graphic Novel in Albumlänge. Titus Müller (Text) Titus Müller (geb. 1977) studierte Mittelalterliche Geschichte, Literatur und Kommunikationswissenschaften in Berlin. Während des Studiums gründete er einen kleinen Verlag, wechselte dann aber ganz zum schreibenden Fach. 2002 erschien sein Debütroman «Der Kalligraph des Bischofs». 2003 folgte «Die Priestertochter», 2005 publizierte er «Die Brillenmacherin» sowie den Bestseller «Die Todgeweihte». Im selben Jahr wurde Titus Müller mit dem C.S. Lewis-Preis ausgezeichnet und belegte außerdem den zweiten Platz beim Würth-Literaturpreis der Universität Tübingen. 2006 erschienen «Die Siedler von Vulgata» und «Vom Glück zu leben». Roloff (Artwork) Roloff (geb. 1956), bürgerlicher Name Rolf Meier. Ausbildung als Grafiker und lange Erfahrung in diversen Werbeagenturen mit Schwerpunkt «Visuelle Gestaltung und Illustration». Der Basler Roloff ist seit 1995 selbständig als freier Illustrator, Cartoonist und Karikaturist tätig. Nach diversen kleineren Strips konnte er mit «Prisca und Silvanus» seine ersten zwei Comicbände für das Römermuseum in Augusta Raurica (Augst) realisieren. Diese wurden auch in Französisch und Latein übersetzt und hatten einen großen Erfolg. Pro Woche schafft Roloff jeweils etwa zwei Comicseiten. An «Basileia - Das Vermächtnis des Mönchs» arbeitete er acht Monate lang intensiv. Zusammenhang Comic, Roman, Musical / Buchpremiere Üblicherweise steht ein Roman am Anfang - und alles andere kommt dann später. Hier steht für einmal alles Kopf. Sowohl der historische Bestseller-Roman «Die Todgeweihte» als auch der Comic «Basileia - Das Vermächtnis des Mönchs» (Graphic Novel) sind frei nach den Grundmotiven des Musicals «Basileia» gestaltet. Das erstaunlichste Faktum dürfte sein, dass es möglich wurde, innerhalb eines Jahres drei so verschiedene und aufwändige Formate zu initiieren. Basileia-Roman, Comic und Musical haben sich weitgehend unabhängig voneinander jeweils als eigenständige, in sich geschlossene und originelle Kunstformen entwickelt. Der Roman «Die Todgeweihte» von Titus Müller ist seit Februar 2006 im Handel. Der Comic «Basileia - Das Vermächtnis des Mönchs» (Graphic Novel) von Michael Bregel, Titus Müller und Roloff hatte seinen Erstverkaufstag im gesamten deutschsprachigen Raum am 28. September 2006. Die Buchpremiere ging in der Buchhandlung Bider + Tanner in Basel über die Bühne. Gut 250 interessierte Besucher waren anwesend, es wurde ein großer Aufwand getrieben. Eine Theaterspielgruppe in historischen Kostümen und eine Musikgruppe waren anwesend, um das Ereignis zu begleiten. Michael Bregel, Titus Müller und Roloff signierten bis nach Mitternacht. Und kaum einer der Besucher ging ohne einen Comic unter dem Arm nach Hause. Das Musical «Basileia» von Bruno Waldvogel-Frei (Text) und Stefan Mens (Musik) wird im großen Saal des Basler «Volkshaus» aufgeführt. Die Premiere ist am 17. Oktober 2006. |



