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Rauchen, Saufen, Dosensuppen und ständig wechselnde Liebhaber sind Jeanines Art, die Aufgaben einer Hausfrau und Mutter zu erfüllen.
Mit Filzläusen kennt sie sich besser aus als mit Geschirrspülen oder Wäschewaschen. Unverschämt und respektlos provoziert sie die Nachbarn bis ihr Ruf im ganzen Viertel ruiniert ist. Doch Jeanine pfeift drauf und schickt den letzten abservierten Liebhaber noch mit dem Müll die Treppe runter. Kinder braucht sie, um sich den Rücken eincremen und die Fußnägel trocken pusten zu lassen. Denn ihr praller Hintern interessiert sie weit mehr als die Ausbildung des Nachwuchses.
Jeanine ist ordinär und egoistisch und enthüllt dabei mit scharfsinnigem Witz die Schwachpunkte ihrer Umwelt und Mitmenschen.
Der französische Szenarist und Zeichner Jean-Marc Reiser verstarb 1983 im Alter von 42 Jahren. Der Meister der schweinischen Gesellschaftssatire wurde gleichermaßen geliebt und gehasst. Teilweise indiziert und verboten kam noch 16 Jahre nach seinem Tod unveröffentlichtes Material zum Vorschein. Bei Achterbahn sind insgesamt 16 Bände erschienen, in denen Reiser alle Erbärmlichkeiten des menschlichen Daseins ans Tageslicht zerrt. Ohne Rücksicht auf bürgerliches Schamgefühl bringt er mit unglaublich schwarzem Humor Tabus wie Inzest, Sodomie und Analverkehr zu Papier. Mit seinen scheinbar nachlässig aufs Papier geworfenen Zeichnungen trifft er so oft den Nagel auf den Kopf, dass der Leser herzhaft lacht und gleichzeitig vor Scham errötet. |