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Nichts ist beunruhigender als eine ruhige Jugend. Warum will immer gerade dann nichts passieren, wenn man sich am meisten danach sehnt? Wenn man das Gefühl hat, an der einzigen Haltestelle am Ort auf den Bus zu warten, von dem man gar nicht genau weiß, ob er überhaupt noch kommt. Man kann es kaum erwarten, dass das Leben endlich anfängt, einen so ernst zu nehmen, wie man sich selbst. Und trotzdem versucht man, dabei so gleichgültig wie möglich zu wirken. Das ist die größte Herausforderung.
Christoph Bachmann muss die zehnte Klasse wiederholen. Der Sommer ist bald vorbei, und der erste Tag des nächsten Schuljahrs rückt näher. Ereignislos verstreichen die letzten Ferienwochen, die Christoph mit seiner Mutter allein zuhause verbringt. Aber dann weckt ein Mädchen, das in einer Gärtnerei arbeitet, sein Interesse - die erste Begegnung zwischen den beiden verläuft vielversprechend. Plötzlich kommt Farbe in sein Leben...
Arne Bellstorf
Der 1979 geborene Arne Bellstorf, geboren 1979 in Danneberg an der Elbe, studierte Illustration an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. Er veröffentlichte Comic-Erzählungen und Illustrationen in verschiedenen Magazinen wie »Strapazin«, »Orang« und »«Moga Mobo«. Mit »Acht, neun, zehn«, seiner Diplomarbeit an der HAW, legt er bei Reprodukt sein erstes Comic-Album vor. Arne Bellstorf lebt und arbeitet heute in Hamburg.
Nicht selten werfen Arne Bellstorfs Geschichten einen wehmütigen Blick zurück auf Kindheit und Jugend. Seine Zeichnungen sind an der klaren Linie Hergés oder Chris Wares geschult und konzentrieren sich auf das Wesentliche. In »Acht, neun, zehn«, stellt Arne Bellstorf die schwierige Beziehung zwischen einer alleinerziehenden Mutter und ihrem Sohn in den Mittelpunkt seiner Geschichte, die auch die Geschichte eines Aufbruchs und seines jähen Scheiterns ist. |