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Mo leidet unter einem Anflug von Rollenkonflikt - einer Art post-feministischer, post-schwuler Verwirrung - während sie über die schier unendlichen Möglichkeiten des Geschlechtertauschs nachdenkt. Angst durchdringt ihre Psyche, während sie sich fragt: Ist das Geschlecht überhaupt von wesentlicher Bedeutung? Wenn sie nun eine transsexuelle Frau wäre, ein bisexueller Mann, eine Heterofrau mit einer Neigung zu Frauen, wäre Mo dann immer noch eine Bilderbuch-Lesbe?
Diese und andere ähnlich bohrende Fragen unserer Zeit werden in Alison Bechdels Comic »Postmoderne Lesbenheit« ziemlich schräg beleuchtet.
Wenn Ihr Euch nun nach den Zeiten zurück sehnt, in denen Lesben Frauen waren und Männer im Aussterben begriffene Mutanten, wird Euch diese witzige Kritik an den Randzonen des heteronormativen Diskurses doch dazu bringen, in Euern alten Theoriebüchern herumzukritzeln: Mo steckt auch in der Postmoderne! |